Über mich - Anouk

Aufgewachsen bin ich „auf dem Lande“ in Süddeutschland als braves, angepasstes Mädchen.

In meiner Kindheit schon fühlte ich mich zum Tanz hingezogen, ich wollte unbedingt ins Ballett – für meine Eltern bedeutete dies aber wieder „Taxiservice“, so dass sie mich dafür in den nah gelegenen Tennisverein steckten – ich gab klein bei und tanzte stattdessen in meinem Zimmer, nur für mich. Der Weg zur Frau – die Schale des angepassten Mädchens, das im Endeffekt nur gefallen und geliebt werden mochte, zu durchbrechen, war für mich steinig und hart. Immer wieder führte mich dieser Weg durch tiefe Täler. Und mein Anker war immer der Tanz.
Schon sehr früh drängte sich die Frage auf, wer in diesem, meinem Körper wohnt. 
Ich interessierte mich für Psychologie, wollte mehr wissen, war auf der Suche, nach mir, nach mehr Verstehen, nach Sinn. Ich wollte Psychologie studieren und das Leben schickte mich auf Umwege... ich studierte Lehramt für Französisch, Kunst und manuelles Gestalten in Freiburg. Obwohl mich all meine Studienjahre Zweifel quälten, hielt ich durch – das brave Mädchen wirkte immer noch in mir – und ich wurde Lehrerin.

Und all die Jahre war meine Suche präsent, ich besuchte Fort-/Weiterbildungen in spiritueller, körperorientierter Therapie, in Familienaufstellungen, im Schamanismus, liess mich zur Bachblütenberaterin ausbilden. Körperarbeit und Bewegung faszinierten mich immer mehr – so machte ich die  Ausbildung zur Tanztherapeutin (Wendepunkt, 2003-2006).Bei David und Sylvia Boadella ging ich anschliessend in Ausbildung (2006-2011): Biosynthese – Körperpsychotherapie. 2008 - 2012 baute ich mir in Basel dann ein 2. Standbein auf: Ich gan Tanzworkshops, in den ich Elemente der Tanztherapie mit Biosynthese verband: "Tanzgrund".

 

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5Rhythmen

Mit den 5 Rhythmen kam ich während meiner Tanztherapie (2003)  in Kontakt und seither begleiteten sie immer mehr meinen Lebensweg. 
Ich tauchte ein ins Tanzen, in mich, kam an meine Grenzen, konfrontierte mich und merkte wie ich mich häutete, wie eine Schlange, ich konnte alte Muster sehen, annehmen, mich darin halten und immer mehr gehen lassen, probierte Neues aus und „verstand“ (mit Herz und Verstand), dass die 5 Rhythmen nicht nur „Tanzen“ sind, nein, sie sind im Leben zu finden, sie haben plötzlich Auswirkungen in meinem Leben.

Als ich dann in Costa Rica bei Jonathan Horan „Medicine Dance“ tanzte, hörte ich „the call“ und von da an gab es kein Zurück mehr. All meine Befürchtungen, Zweifel, Ängste lösten sich in Luft auf – ich „wusste“ plötzlich, dass es mein Weg ist und ich ging für das "teacher training".

Im Tanz bin ich zu Hause, finde ich meine Heimat, in mir. Sobald ich den Tanzboden unter meinen Füssen spüre, findet ein Loslassen in meinem Körper statt – ich darf einfach nur Sein, mit allem was in mir ist – mich dem Tanz bedingungslos hingeben, mich mit dem bewegen, was mich gerade bewegt.

Ich habe gelernt „aufmerksamer“ meinem Körper zuzuhören – so oft lenken uns „unsere so wichtigen Gedanken“ ab, hängen Vergangenem nach, planen in die Zukunft, „was denken wohl die anderen?“, wir beurteilen, bewerten, anstatt bei uns zu bleiben. Mein Leben ist nicht einfacher geworden, aber ich bleibe weniger lange stecken, eingefroren, ich finde leichter den Weg heraus. Die 5 Rhythmen lehren mich, besser bei mir zu bleiben, authentischer zu sein. „Was möchte mein Körper, meine Seele ausdrücken, ich möchte nicht von meinen Gedanken „beherrscht“ werden, die manchmal wie wild auf- und abhüpfen.

„The fastest way to still your mind is to move your body.“

Ich habe mich zur 5 Rhythmen Lehrerin ausbilden lassen, um einen Raum zu schaffen, in dem Heilung in der Bewegung geschehen darf. Ich habe den Wunsch, dazu beizutragen, dass Menschen wieder mit sich selbst in Kontakt kommen, ihrem Körper lauschen lernen, ihren Körper als Tempel bewohnen, sich befreien können im Tanz. Ich möchte Menschen auf ihrem Weg begleiten in ihrer Freude, in ihrem Schmerz, in ihrer Leidenschaft, einfach in dem, was sie gerade bewegt, im Hier und Jetzt.

 

Do you have the discipline to be a free spirit? Gabrielle Roth